{"id":4018,"date":"2018-07-20T10:50:42","date_gmt":"2018-07-20T08:50:42","guid":{"rendered":"https:\/\/emr-sb.de\/?p=4018"},"modified":"2018-07-20T10:50:42","modified_gmt":"2018-07-20T08:50:42","slug":"entwurf-eines-eu-code-of-practice-on-disinformation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/emr-sb.de\/fr\/entwurf-eines-eu-code-of-practice-on-disinformation\/","title":{"rendered":"Entwurf eines &#8220;EU Code of Practice on Disinformation&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>Im November letzten Jahres hat die Europ\u00e4ische Kommission ihre ersten\u00a0<a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/info\/law\/better-regulation\/initiatives\/ares-2017-5489364\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pl\u00e4ne\u00a0f\u00fcr eine wirksame Bek\u00e4mpfung von Fake News<\/a>\u00a0vorgestellt. Seither wurde auf europ\u00e4ischer Ebene unter anderem eine umfassende \u00f6ffentliche Konsultation (Vgl. hierzu den <a href=\"https:\/\/emr-sb.de\/fake-news-emr-beantwortet-fragebogen-der-eu-kommission\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht des EMR<\/a>) durchgef\u00fchrt und eine\u00a0Expertengruppe aus Vertretern der Zivilgesellschaft, Plattformen, sozialen Medien und Nachrichtenmedienorganisationen sowie aus Journalisten und Wissenschaftlern (High Level Expert Group, HLEG) eingerichtet, die bereits erste Berichte \u00fcber ihre Arbeit und konkrete Vorschl\u00e4ge zur Bek\u00e4mpfung von Desinformation im Internet ver\u00f6ffentlicht hat (Vgl. hierzu den <a href=\"https:\/\/emr-sb.de\/eu-kommission-tackling-online-disinformation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht des EMR<\/a>).\u00a0Das EMR hat sich im Rahmen seiner wissenschaftlichen T\u00e4tigkeit bereits umfangreich mit dem Thema &#8220;Fake News&#8221; oder &#8220;online misinformation\/disinformation&#8221; besch\u00e4ftigt, nicht zuletzt im Rahmen des im April 2018 ver\u00f6ffentlichten <a href=\"https:\/\/emr-sb.de\/fake-news-als-rechtsproblem\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">5. Bands des EMR\/Script &#8220;&#8221;Fake News&#8221; als Rechtsproblem&#8221;<\/a>.\u00a0<\/p>\n<p>Am 17. Juli 2018 hat nun\u00a0die Arbeitsgruppe des Multi-Stakeholder-Forums f\u00fcr Online-Desinformation, bestehend aus Vertretern\u00a0von Online-Plattformen, f\u00fchrenden sozialen Netzwerken, Werbetreibenden und der Werbebranche, auf Basis der von der HLEG ver\u00f6ffentlichen Vorschl\u00e4ge einen Entwurf f\u00fcr einen Verhaltenscodex zur Bek\u00e4mpfung von Online-Desinformation vorgelegt. Dabei stehen die Verbesserung der Kontrolle von Anzeigenplatzierungen, die Gew\u00e4hrleistung von Transparenz bei politischer und themenbezogener Werbung, die Gew\u00e4hrleistung der Integrit\u00e4t der Dienste von Plattformen, einschlie\u00dflich der Identifizierung und Schlie\u00dfung von Fake-Accounts und der Verwendung geeigneter Mechanismen, um Bot-gesteuerte Interaktionen zu signalisieren, die Erleichterung der Entdeckung und Meldung von Falschinformationen sowie die Verbesserung der Zug\u00e4nglichkeit auch anderer Nachrichtenquellen im Vordergrund. Zudem sollen Forschungseinrichtungen\u00a0Zugang zu den Daten der Plattformen erhalten, um so eine kontinuierliche \u00dcberwachung der Online-Desinformation zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Konkret sollen die relevanten Vertreter sich beispielsweise einigen, Richtlinien und Prozesse etwa in Form von Verifikationstools zu implementieren, um Werbung von Unternehmen zu verhindern, die h\u00e4ufig materielle Informationen \u00fcber sich selbst falsch darstellen. Auch soll Werbung deutlich gekennzeichnet werden und sich so besser von redaktionellen Inhalten unterscheiden lassen. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Europawahlen scheint auch die vorgeschlagene Vereinbarung bedeutsam, dass die relevanten Vertreter politische Werbung &#8211; definiert als als Werbung f\u00fcr oder gegen die Niederlage von Kandidaten oder Referenden bei nationalen und europ\u00e4ischen Wahlen &#8211; erm\u00f6glichen sollen.\u00a0Zudem werden klare Richtlinien hinsichtlich der Identit\u00e4t und der Verwendung automatisierter Bots sowie Systeme zur Durchsetzung dieser Richtlinien gefordert. Beispielhaft sind hierzu im Anhang zu dem Entwurf des Verhaltenskodex einige bereits bestehende Politiken von Plattformbetreibern, insbesondere von Facebook, Twitter und Google, aufgelistet, die Anhaltspunkte f\u00fcr die Umsetzung liefern k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n<p>Die Pressemitteilung sowie der Entwurf eines Verhaltenskodexes der Arbeitsgruppe sind abrufbar unter<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/digital-single-market\/en\/news\/draft-code-practice-online-disinformation\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/ec.europa.eu\/digital-single-market\/en\/news\/draft-code-practice-online-disinformation<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im November letzten Jahres hat die Europ\u00e4ische Kommission ihre ersten\u00a0Pl\u00e4ne\u00a0f\u00fcr eine wirksame Bek\u00e4mpfung von Fake News\u00a0vorgestellt. 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