{"id":5135,"date":"2020-02-21T12:53:42","date_gmt":"2020-02-21T11:53:42","guid":{"rendered":"https:\/\/emr-sb.de\/?p=5135"},"modified":"2020-02-21T16:16:09","modified_gmt":"2020-02-21T15:16:09","slug":"white-paper-ai","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/emr-sb.de\/fr\/white-paper-ai\/","title":{"rendered":"Wei\u00dfbuch zur K\u00fcnstlichen Intelligenz"},"content":{"rendered":"<p>Unter dem Titel \u201e<a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/info\/sites\/info\/files\/commission-white-paper-artificial-intelligence-feb2020_de.pdf\" class=\"mtli_attachment mtli_pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ein europ\u00e4isches Konzept f\u00fcr Exzellenz und Vertrauen<\/a>\u201c hat die Europ\u00e4ische Kommission am 19. Februar 2020 ihr Wei\u00dfbuch zur K\u00fcnstlichen Intelligenz (KI) ver\u00f6ffentlicht. Damit hat die Kommission ihr Konzept vorgestellt wie sie einerseits die Vorteile des Einsatzes von KI f\u00fcr Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar machen will und andererseits auch den damit einhergehenden Risiken begegnen will. Begleitet wurde das Wei\u00dfpapier von der europ\u00e4ischen <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/info\/sites\/info\/files\/communication-european-strategy-data-19feb2020_de.pdf\" class=\"mtli_attachment mtli_pdf\">Datenstrategie<\/a>, die \u201eEuropa in die Lage versetzen [soll], zur attraktivsten, sichersten und dynamischsten datenagilen Wirtschaft der Welt zu werden, indem Europa durch Daten bef\u00e4higt wird, bessere Entscheidungen zu treffen und das Leben aller seiner B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zu ver\u00e4ndern\u201c.<\/p>\n<p>Als wichtigste Bausteine des KI-Konzepts werden die Schaffung eines \u201e\u00d6kosystems f\u00fcr Exzellenz\u201c, im Sinne der Mobilisierung von Partnerschaften des privaten und \u00f6ffentlichen Sektors, und eines \u201e\u00d6kosystems f\u00fcr Vertrauen\u201c, im Sinne der Schaffung eines grundrechtswahrenden Rechtsrahmens f\u00fcr mehr Rechtssicherheit, genannt. Dabei sollen vor allem die St\u00e4rken in industriellen und gewerblichen Absatzm\u00e4rkten in der EU durch Investitionen genutzt werden und die EU will sich darauf vorbereiten, bei der n\u00e4chsten Datenwelle (Zugang zu und Weiterverarbeitung von Daten vor allem im Online-Plattformbereich) eine Vorreiterrolle einzunehmen.<\/p>\n<p>Folgende konkrete Ma\u00dfnahmen sieht die EU zur Umsetzung dieser Ziele vor:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Zusammenarbeit mit und zwischen den Mitgliedstaaten soll bis Ende 2020 durch die \u00dcberarbeitung der KI-Strategie von 2018 neu koordiniert werden.<\/li>\n<li>Zur Fokussierung bzw. B\u00fcndelung von Kompetenzen will die Kommission die Einrichtung von Exzellenz- und Testzentren erleichtern, die europ\u00e4ische, nationale und private Investitionen b\u00fcndeln k\u00f6nnen, m\u00f6glicherweise einschlie\u00dflich der Schaffung eines neuen Rechtsinstruments. Hierf\u00fcr sollen nicht unerhebliche Mittel aus dem Programm \u201eDigitales Europa\u201c, ggf. erg\u00e4nzt durch FuI-Mittel aus Horizont Europa, eigens f\u00fcr die F\u00f6rderung \u201eeurop\u00e4ischer Testzentren von Weltrang\u201c genutzt werden.<\/li>\n<li>Zur F\u00f6rderung von Kompetenzen innerhalb der EU sollen Aufbau und Betrieb von Netzen f\u00fchrender Universit\u00e4ten und Hochschuleinrichtungen unterst\u00fctzt werden, um die besten Lehrkr\u00e4fte und Wissenschaftler anwerben und weltweit f\u00fchrende KI-Masterstudieng\u00e4nge anbieten zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Um sicherzustellen, dass auch kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen (KMU) KI nutzen k\u00f6nnen, will die Kommission in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten mindestens ein digitales Innovationszentrum pro Mitgliedstaaten schaffen, dass auf KI hochspezialisiert ist und auch KMU unterst\u00fctzt. Mittel hierf\u00fcr sollen 2020 zun\u00e4chst aus einem Pilotprogramm von Kommission und Europ\u00e4ischem Investitionsfonds kommen (100 Mio. EUR), das danach erweitert werden soll.<\/li>\n<li>Unter dem Mantel von Horizont Europa wird eine neue Partnerschaft f\u00fcr KI, Daten und Robotik gegr\u00fcndet werden, in der der \u00f6ffentlicher und privater Sektor zusammenarbeiten sollen.<\/li>\n<li>Zur F\u00f6rderung der Nutzung von KI im \u00f6ffentlichen Sektor (vor allem Gesundheit, Verwaltung l\u00e4ndlicher Gebiete und Betrieb \u00f6ffentlicher Dienste) soll je Sektor ein Programm zur Einf\u00fchrung von KI erarbeitet werden, das die Beschaffung von KI-Systemen f\u00f6rdert und dazu beitr\u00e4gt, die \u00f6ffentlichen Vergabeverfahren anzupassen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Schlie\u00dflich wird auch die Notwendigkeit angesprochen, einen KI-Regulierungsrahmen zu schaffen bzw. den vorhandenen Rechtsrahmen anzupassen. Dieser, so das Wei\u00dfpapier, m\u00fcsse angesichts der rasanten Entwicklungsgeschwindigkeit Raum f\u00fcr weitere Entwicklungen lassen sowie zielf\u00fchrend und nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig pr\u00e4skriptiv sein\u201a um zu vermeiden, dass er insbesondere f\u00fcr KMU einen unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen Aufwand verursacht. Etwaige \u00c4nderungen sollten sich auf eindeutig festgestellte Probleme beschr\u00e4nken, f\u00fcr die es praktikable L\u00f6sungen gibt. Bei der Frage, wie ein solcher Regulierungsrahmen aussehen k\u00f6nnte, ist die Kommission jedoch weniger konkret und konzentriert sich mehr auf die Darstellung der Risiken und Probleme.<\/p>\n<p>Eine Regulierung m\u00fcsse einen effektiven Schutz einerseits der Grundrechte vor allem vor dem Hintergrund der Diskriminierungsfreiheit gew\u00e4hrleisten und andererseits auch die tats\u00e4chliche (k\u00f6rperliche) Sicherheit der Nutzer sicherstellen, beispielsweise im Hinblick auf den Einsatz von KI im Stra\u00dfenverkehr. Dazu m\u00fcsse wiederum das wirksame Funktionieren von Haftungsregeln garantiert sein. Zwar gebe es auf EU-Ebene hierzu einen Rechtsrahmen, der grunds\u00e4tzlich auch beim Einsatz von KI anwendbar sei. Dessen Reichweite (Anwendungsbereich), \u00dcbertragbarkeit und Durchsetzbarkeit m\u00fcsse aber gepr\u00fcft und gegebenenfalls \u00fcberarbeitet bzw. angepasst werden.<\/p>\n<p>Eine M\u00f6glichkeit, auf die die Kommission dabei hinweist, w\u00e4re eine risikobasierte Abstufung der Regulierung und damit auch der Verpflichtung verschiedener Adressaten (Entwickler, Betreiber, Hersteller?), die sich am Gefahrengrad des Einsatzes von KI (f\u00fcr Daten, Gesundheit, etc.) orientiert. Auch die Vorteile einer obligatorischen Vorab-Konformit\u00e4tsbewertung (f\u00fcr alle Wirtschaftsteilnehmer unabh\u00e4ngig vom Ort ihrer Niederlassung) und von Kennzeichnungspflichten werden angesprochen.<\/p>\n<p>Zu diesen angesprochen Punkten sowie insgesamt zu dem Wei\u00dfbuch, hat die Kommission nun ein \u00f6ffentliches Konsultationsverfahren eingeleitet, in dessen Rahmen Interessierte Stellung beziehen k\u00f6nnen. Die Ergebnisse werden dabei offensichtlich auch in die \u00dcberarbeitung der KI-Strategie einflie\u00dfen. In Ihrem Arbeitsprogramm, das letzten Monat ver\u00f6ffentlicht wurde, hatte die Kommission bereits erste Legislativma\u00dfnahmen f\u00fcr Ende 2020 angek\u00fcndigt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Titel \u201eEin europ\u00e4isches Konzept f\u00fcr Exzellenz und Vertrauen\u201c hat die Europ\u00e4ische Kommission am 19. Februar 2020 ihr Wei\u00dfbuch zur K\u00fcnstlichen Intelligenz (KI) ver\u00f6ffentlicht. 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