{"id":5145,"date":"2020-02-26T15:43:34","date_gmt":"2020-02-26T14:43:34","guid":{"rendered":"https:\/\/emr-sb.de\/?p=5145"},"modified":"2020-02-26T15:46:26","modified_gmt":"2020-02-26T14:46:26","slug":"bverfg-bahn-gewerkschaftschef-muss-sich-parodistische-sixt-werbung-gefallen-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/emr-sb.de\/fr\/bverfg-bahn-gewerkschaftschef-muss-sich-parodistische-sixt-werbung-gefallen-lassen\/","title":{"rendered":"BVerfG: Bahn-Gewerkschaftschef muss sich parodistische Sixt-Werbung gefallen lassen"},"content":{"rendered":"<p>Mit nun bekannt gewordenem <a href=\"https:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/SharedDocs\/Entscheidungen\/DE\/2020\/01\/rk20200122_1bvr055619.html\">Urteil vom 22. Januar 2020 (- 1 BvR 556\/19 -)<\/a>, hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) eine Verfassungsbeschwerde des Gewerkschaftsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG nicht zur Entscheidung angenommen, in der er sich gegen die Werbung mit seinem Namen und seinem Bild als &#8220;Mitarbeiter des Monats&#8221; durch das bekannte Autovermietungsunternehmen Sixt wendete.\u00a0 Vor dem Hintergrund der grundrechtlich gesch\u00fctzten Meinungsfreiheit m\u00fcsse er die satirische Werbung hinnehmen.\u00a0<\/p>\n<p>Sowohl vor dem\u00a0Landgericht Leipzig (Urteil vom 17. November 2017 &#8211; 08 O 2566\/16) als auch vor dem Oberlandesgericht Dresden (Urteil vom 21. August 2018 &#8211; 4 U 1822\/17) und schlie\u00dflich vor dem Bundesgerichtshof (Urteil vom 24. Januar 2019 &#8211; I ZR 155\/18) hatte der Gewerkschaftsf\u00fchrer erfolglos die Unterlassung der Verwendung seines Bildes zu Werbezwecken und Zahlung einer fiktiven Lizenzgeb\u00fchr von Sixt verlangt. W\u00e4hrend der mehrt\u00e4gigen fl\u00e4chendeckende Streiks bei der Deutschen Bahn AG hatte das Autovermietungsunternehmen, das unbeabsichtigt von den Streiks durch h\u00f6here Vermietungszahlen seiner Fahrzeuge profitiert hatte, eine ganzseitige Werbeanzeige in der S\u00fcddeutschen Zeitung geschaltet. Diese zeigt ein gro\u00dfformatiges Portr\u00e4t des Gewerkschaftsf\u00fchrers nebst Namensangabe und der Berufsbezeichnung \u201eGewerkschaftsf\u00fchrer\u201c sowie darunter den Text \u201eUnser Mitarbeiter des Monats\u201c \u2013\u00a0erg\u00e4nzt um den Hinweis auf bereitgestellte Mietwagen an Bahnh\u00f6fen. Die Anzeige wiederholte Sixt bei einem sp\u00e4teren Streik mit dem Haupttext: \u201eSchon wieder Mitarbeiter des Monats\u201c.\u00a0<\/p>\n<div class=\"absatz\">\n<div class=\"rechts\">\u00a0<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"absatz\">\n<div class=\"links\">\n<p class=\"std\">In den klageabweisenden Urteilen sah das BVerfG keine rechtsfehlerhafte Beurteilung des Sachverhalts unter Ber\u00fccksichtigung des Allgemeinen Pers\u00f6nlichkeitsrechts des Gewerkschaftsf\u00fchrers. Die Werbeanzeigen setzten sich im zeitlichen Zusammenhang mit den Bahnstreiks mit einem gesellschaftsrelevanten Thema von gro\u00dfem \u00f6ffentlichen Interesse auseinander und machten dabei in sp\u00f6ttischer, satirischer Weise auf die von der Gewerkschaft und dem Beschwerdef\u00fchrer ersichtlich unbeabsichtigten Auswirkungen der Streiks aufmerksam. Dies sei von der Meinungsfreiheit gedeckt, insbesondere da darin keine herabsetzenden oder sonst f\u00fcr den Gewerkschaftsf\u00fchrer negativen Inhalte zu sehen seien.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit nun bekannt gewordenem Urteil vom 22. 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