{"id":5363,"date":"2020-10-09T10:59:06","date_gmt":"2020-10-09T08:59:06","guid":{"rendered":"http:\/\/emr-sb.de\/?p=5363"},"modified":"2020-10-09T11:04:12","modified_gmt":"2020-10-09T09:04:12","slug":"5363-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/emr-sb.de\/fr\/5363-2\/","title":{"rendered":"Europatag der Medientage 2020"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 12pt;\">2020 ist alles anders \u2013 auch der Europatag der MEDIENTAGE M\u00dcNCHEN, der in diesem Jahr als digitale Konferenz stattfindet. Das Institut f\u00fcr Europ\u00e4isches Medienrecht (EMR) und die Bayerische Landeszentrale f\u00fcr neue Medien (BLM) werden ihre erfolgreiche Kooperation auch in diesem Rahmen fortf\u00fchren. Der digitale Europatag 2020 findet am <strong>29. Oktober von 14.05 \u2013 15.55 Uhr<\/strong> statt und wird auf dem Conference-Stream 2 der Medientage \u00fcbertragen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Medientage M\u00fcnchen stehen in diesem Jahr unter dem Leitthema <strong>\u201eThis is Media NOW\u201c<\/strong>. Gemeint ist, nicht nur einen Blick in die ferne Zukunft zu werfen, sondern zu sehen wie breit aufgestellt die Medienlandschaft bereits jetzt ist. Neue Player haben sich etabliert und lassen ein Nebeneinander zwischen Radio und Podcast, Fernsehen und Streaming, Social-Media und Presse unsere neue Wirklichkeit sein. Diese Dynamik gilt auch f\u00fcr die rechtlichen Entwicklungen und bereits die neuen Pfeiler Medienstaatsvertrag, EU-Urheberrechtsreform-Umsetzung und Vorbereitung auf den Digital Services Act g\u00e4ben ausreichend Anlass zur Diskussion. Gerade vor dem Hintergrund der Pandemie, die zur digitalen Ausf\u00fchrung dieser Konferenz f\u00fchrt, muss das Recht aber auch auf neue Herausforderungen Antworten finden. Der Europatag kn\u00fcpft daran an und reflektiert diese Herausforderungen nicht nur aus medien-, verfassungs- und europarechtlicher Sicht, sondern auch aus rechtsvergleichender Perspektive.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Insbesondere zwei Themenfelder haben hierbei in den vergangenen Monaten besondere Aufmerksamkeit erfahren: Die F\u00f6rderung von Medienvielfalt in der Corona-Krise und die Auswirkungen von Desinformation auf demokratische Entscheidungsprozesse. Gemeinsam mit Vertretern von Regulierungsbeh\u00f6rden und Stakeholdern werden wir diese zwei Themen diskutieren.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Session 1:<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><strong>F\u00f6rderung von Vielfalt in Corona-Zeiten<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Demokratischer Diskurs ist gerade in Krisenzeiten abh\u00e4ngig von freien Medien und Medienvielfalt. Ohne eine umfassende Information \u00fcber Ursachen und Folge der Corona-Krise und der Ma\u00dfnahmen zu ihrer Bew\u00e4ltigung auf europ\u00e4ischer, nationaler, regionaler und lokaler Ebene durch mediale Qualit\u00e4tsangebote, die rund um die Uhr tagesaktuell und verl\u00e4sslich informieren, fehlt es an der Orientierung, nach der viele Menschen in Zeiten von Krisen in besonderer Weise suchen. Insbesondere private Medienanbieter finanzieren sich in einem hohen Ma\u00dfe durch Werbeeinnahmen und sind durch die COVID-19-Pandemie und die damit im Zusammenhang stehenden Schutzma\u00dfnahmen unmittelbar stark betroffen. Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise gef\u00e4hrden in hohem Ma\u00dfe die Funktionsf\u00e4higkeit des dualen Mediensystems und k\u00f6nnen zu weiteren Verschiebungen in medialen Wertsch\u00f6pfungsketten f\u00fchren. F\u00f6rderungs- und Finanzierungsprogrammen kommen damit in Zukunft eine gr\u00f6\u00dfer werdende Relevanz zu, um Angebote sowohl in lokalen und regionalen, aber auch in \u00fcberregionalen Bereichen aufrechterhalten zu k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Diskussion u.a. mit Beteiligung von Dr. Wolfgang Krei\u00dfig, Pr\u00e4sident der LfK, Vorsitzender der DLM und Christian Grece, European Television and On-demand Audiovisual Markets Analyst, EAO, betrachtet dabei den rechtlichen Rahmen und effektive M\u00f6glichkeiten zur F\u00f6rderung eines vielf\u00e4ltigen Mediensektors, zieht eine Zwischenbilanz zur Stabilisierung der einzelnen Mediengattungen und zeigt dabei auch aktuelle Bestrebungen sowie Entwicklungen auf L\u00e4nder-, Bundes- und EU-Ebene auf.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Session 2:<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><strong>Desinformation und Demokratie &#8211; Mediale Verantwortung und eine europ\u00e4ische Perspektive<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Wie wirkt Desinformation? Wie kann sie mithilfe technischer Mittel erkannt werden? Wie kann mit regulatorischen und rechtlichen Ma\u00dfnahmen gegen Desinformation vorgegangen werden? Die Sorge um die Beeinflussung demokratischer Wahlen durch in- wie ausl\u00e4ndische Desinformationskampagnen w\u00e4chst \u2013 in den USA kurz vor den Pr\u00e4sidentschafts- und Kongresswahlen, aber auch mit Blick auf m\u00f6gliche Einwirkungen auf die Bundestagswahl 2021.Erst k\u00fcrzlich legte die EU-Kommission die Bewertung der Umsetzung und der Wirksamkeit des Verhaltenskodex von Google, Facebook, Twitter, Mozilla und Berufsverb\u00e4nden der Werbebranche zur Bek\u00e4mpfung von Desinformation vor und zog dabei eine gemischte Bilanz. Erste Erfolge bei der Herstellung von Transparenz und Zusammenarbeit zwischen den Akteuren stehen weiterhin bestehende Probleme beispielsweise im Bereich der Verfahrensabl\u00e4ufe und des Zugangs zu Daten gegen\u00fcber. Zuletzt hat sich im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie erneut das Ausma\u00df der Verbreitung von Falschinformationen mit dem Ziel, die \u00f6ffentliche Meinung zu beeinflussen und einen gesellschaftlichen Diskurs zu untergraben gezeigt. Desinformation spielt vor diesem Hintergrund eine zentrale Rolle bei dem European Democracy Action Plan der Europ\u00e4ischen Kommission, aber auch in der Arbeit der ERGA. Im Rahmen des Panels werden Renate Nikolay, Kabinettschefin von Vizepr\u00e4sidentin V\u011bra Jourov\u00e1 &#8211; EU-Kommission, Dr. Tobias Schmid, Direktor LfM und Vorsitzender der ERGA,\u00a0Till Eckert, Leiter CORRECTIV.Faktencheck, Viola von Cramon-Taubadel, Mditglied des Europ\u00e4ischen Parlaments sowie Sabine Frank, Leiterin Governmental Affairs and Public Policy YouTube DACH\/CEE aktuelle Herausforderungen und M\u00f6glichkeiten der europ\u00e4ischen wie auch mitgliedsstaatlichen Ebene auf diesem Gebiet er\u00f6rtert.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt; line-height: 120%;\">In diesem Jahr steht die Veranstaltung zudem im Zeichen der deutschen Ratspr\u00e4sidentschaft. Der Europatag bildet dabei sozusagen eine Staffel\u00fcbergabe zu der unmittelbar im Anschluss stattfindenden Abschlussveranstaltung zur<strong> Konferenzserie der Beauftragten der Bundesregierung f\u00fcr Kultur und Medien (BKM) zu <\/strong><b>\u201eVielfalt und Verantwortung. Medien in der digitalen Gesellschaft\u201c.<\/b> <\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Weitere Informationen zu den Medientagen M\u00fcnchen sowie die M\u00f6glichkeit der Ticketbestellung finden Sie auf der <a href=\"https:\/\/medientage.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Webseite der Medientage<\/strong><\/a>.\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2020 ist alles anders \u2013 auch der Europatag der MEDIENTAGE M\u00dcNCHEN, der in diesem Jahr als digitale Konferenz stattfindet. Das Institut f\u00fcr Europ\u00e4isches Medienrecht (EMR) und die Bayerische Landeszentrale f\u00fcr neue Medien (BLM) werden ihre erfolgreiche Kooperation auch in diesem Rahmen fortf\u00fchren. Der digitale Europatag 2020 findet am 29. 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