{"id":6713,"date":"2023-03-16T11:19:44","date_gmt":"2023-03-16T10:19:44","guid":{"rendered":"https:\/\/emr-sb.de\/?p=6713"},"modified":"2023-03-16T11:20:18","modified_gmt":"2023-03-16T10:20:18","slug":"rechtsvergleichende-emr-studie-zum-internationalen-jugendmedienschutz-veroeffentlicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/emr-sb.de\/fr\/rechtsvergleichende-emr-studie-zum-internationalen-jugendmedienschutz-veroeffentlicht\/","title":{"rendered":"Rechtsvergleichende EMR-Studie zum internationalen Jugendmedienschutz ver\u00f6ffentlicht"},"content":{"rendered":"<p>Mit Blick auf Diskussionen \u00fcber eine Fortentwicklung des deutschen Kinderund Jugendmedienschutzes k\u00f6nnen rechtsvergleichende Betrachtungen Impulse mit Blick auf die Fragen liefern, welche innerstaatlichen Regelungen reformbed\u00fcrftig erscheinen, welchen neuen Herausforderungen der verfassungsrechtliche Schutzauftrag auch in Richtung auf den Medienkonsum Minderj\u00e4hriger Rechnung tragen muss und welche Best Practices in Regelungen von Drittstaaten unter welchen Randbedingungen wie adaptionsf\u00e4hig in das innerstaatliche System des Kinder- und Jugendmedienschutzes sind.<\/p>\n<p>Diesem Zweck dient die Studie &#8220;<strong>Stand und Entwicklung des internationalen Kinder- und Jugendmedienschutzes<\/strong>&#8220;, die das EMR unter Autorenschaft von <strong>Dr. J\u00f6rg Ukrow, LL.M.Eur,<\/strong> gesch\u00e4ftsf\u00fchrendes Vorstandsmitglied des EMR, <strong>Prof. Dr. Mark D. Cole,<\/strong> wissenschaftlicher Direktor des EMR, und <strong>Christina Etteldorf<\/strong>, wissenschaftliche Referentin des EMR, im Auftrag der Kommission f\u00fcr Jugendmedienschutz (KJM) erstellt hat und die heute ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n<p>Nach einer Analyse des <strong>internationalen Rechtsrahmens<\/strong> f\u00fcr den Jugendmedienschutz und einem \u00dcberblick zu aktuellen Studien zum <strong>Medienkonsumverhalten im internationalen Vergleich<\/strong>, widmet sich die Studie einer Betrachtung verschiedener Risiken, denen Kinder und Jugendliche beim Konsum von Medien in der heutigen Medienlandschaft ausgesetzt sind. Im<br \/>\nHinblick auf eine <strong>Typologisierung von Risiken<\/strong> wird dabei (auch) auf internationaler Ebene zwischen verschiedenen, teilweise sich \u00fcberlappenden Kategorien unterschieden: Inhaltsbezogene Konfrontationsrisiken, Verhaltensrisiken im Umgang Minderj\u00e4hriger miteinander, Kontaktrisiken f\u00fcr Minderj\u00e4hrige wegen des oder basierend auf dem Verhalten(s) Dritter (meist Erwachsener), Interaktionsrisiken im Hinblick auf Minderj\u00e4hrige als Verbraucher und digitale Identit\u00e4tstr\u00e4ger sowie verschiedene bereichs\u00fcbergreifende, schutzgutbezogene Risiken ( u.a. f\u00fcr die Privatsph\u00e4re, f\u00fcr die Gesundheit und durch Technisierung).\u00a0<\/p>\n<p>Anhand einer <strong>rechtsvergleichenden Analyse<\/strong> sechs ausgew\u00e4hlter Staaten &#8211; <strong>Australien, Frankreich, Italien, Japan, Polen und dem Vereinigten K\u00f6nigreich<\/strong> &#8211; betrachten die Autoren, wie die dargestellten Risiken au\u00dferhalb von Deutschland regulatorisch adressiert werden und welche Schwerpunkte dabei gesetzt werden. W\u00e4hrend grundlegende Gemeinsamkeiten \u2013 wie die Einbeziehung technischer L\u00f6sungsans\u00e4tze ebenso wie ein spezifisches Zusammenspiel pr\u00e4ventiv-p\u00e4dagogischer (Medienkompetenz) und repressivregulatorischer Ans\u00e4tze (namentlich Beschr\u00e4nkungen von Medienfreiheiten) \u2013 bestehen, zeigen die Untersuchungen, dass sich sowohl das Verst\u00e4ndnis der zu regulierenden Inhalte und Risiken als auch die gesetzlich zu ergreifenden Ma\u00dfnahmen und rechtlichen Grundlagen von Staat zu Staat unterscheiden.\u00a0<\/p>\n<p>So gibt es in allen untersuchten Staaten Altersklassifikationssysteme, die nach unterschiedlichen Entwicklungsst\u00e4nden im Kontext des Inhaltekonsums unterscheiden und mit verbindlichen Verpflichtungen f\u00fcr Medienanbieter (Verbreitungs-, Sendezeit- und Zugangsbeschr\u00e4nkungen, optische und akustische Kennzeichnungspflichten) verbunden sind. Dabei sind aber bereits<br \/>\ndie Alterskategorien, auf denen die Zuordnung eines Inhalts zum Grad der m\u00f6glichen Entwicklungsbeeintr\u00e4chtigung beruht, unterschiedlich \u2013 sogar innerhalb der EU Mitgliedstaaten. Zwar nicht in Bezug auf das \u201cob\u201d, aber in Bezug auf das \u201cwie\u201d (einschlie\u00dflich der Abgrenzung gesetzgeberischer und regulierungsbeh\u00f6rdlicher Gestaltungsmacht) in die Klassifizierung auch die Medienregulierer eingebunden sind und auch in Bezug auf die Frage, ob die inhaltliche Beurteilung eines Inhalts als entwicklungsbeeintr\u00e4chtigend ma\u00dfgeblich durch die Anbieter erfolgt oder stark durch regulatorische Leitlinien bestimmt wird, unterscheiden sich die untersuchten Staaten ebenfalls. Die Kategorie der Inhalterisiken stellt sich dabei bereits bislang und voraussichtlich auch zuk\u00fcnftig als diejenige mit den umfangreichsten und vielf\u00e4ltigsten Gef\u00e4hrdungspotentialen dar. Spiegelbildlich handelt es sich dabei allerdings auch um die Risikokategorie, die in den untersuchten Staaten am intensivsten durch vielf\u00e4ltige, nur in Teilen bei vergleichender Betrachtung parallele regulatorische Eind\u00e4mmungs-, Bew\u00e4ltigungs- und Sanktionsstrategien gepr\u00e4gt ist.\u00a0<\/p>\n<p>Das Gutachten kann auf der Webseite der KJM abgerufen werden. <a href=\"https:\/\/www.kjm-online.de\/service\/pressemitteilungen\/meldung\/wie-es-die-anderen-machen-aehnliche-risiken-abweichende-antworten-im-internationalen-kinder-und-jugendmedienschutz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HIER<\/a> geht es zur Pressemitteilung der KJM.<\/p>\n<div class='et-box et-download'>\n\t\t\t\t\t<div class='et-box-content'><p><span style=\"color: #0000ff;\"><strong><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.kjm-online.de\/fileadmin\/user_upload\/KJM\/Publikationen\/Studien_Gutachten\/EMR_Stand_und_Entwicklung_des_internationalen_Kinder-_und_Jugendmedienschutzes.pdf\" class=\"mtli_attachment mtli_pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stand und Entwicklung des internationalen Kinder- und Jugendmedienschutzes<\/a><\/strong><\/span><\/p><\/div><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Blick auf Diskussionen \u00fcber eine Fortentwicklung des deutschen Kinderund Jugendmedienschutzes k\u00f6nnen rechtsvergleichende Betrachtungen Impulse mit Blick auf die Fragen liefern, welche innerstaatlichen Regelungen reformbed\u00fcrftig erscheinen, welchen neuen Herausforderungen der verfassungsrechtliche Schutzauftrag auch in Richtung auf den Medienkonsum Minderj\u00e4hriger Rechnung tragen muss und welche Best Practices in Regelungen von Drittstaaten unter welchen Randbedingungen wie adaptionsf\u00e4hig [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6714,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[3,1,387,215,356],"tags":[],"class_list":["post-6713","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelle-meldung","category-aktuelles","category-gutachten","category-jugendmedienschutz","category-juengste-veroeffentlichungen","et-has-post-format-content","et_post_format-et-post-format-standard"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.2","language":"fr","enabled_languages":["de","fr","gb"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"fr":{"title":false,"content":false,"excerpt":false},"gb":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/emr-sb.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6713","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/emr-sb.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/emr-sb.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/emr-sb.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/emr-sb.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6713"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/emr-sb.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6713\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6964,"href":"https:\/\/emr-sb.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6713\/revisions\/6964"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/emr-sb.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6714"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/emr-sb.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6713"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/emr-sb.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6713"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/emr-sb.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6713"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}