{"id":3915,"date":"2018-06-24T14:53:43","date_gmt":"2018-06-24T12:53:43","guid":{"rendered":"https:\/\/emr-sb.de\/?p=3915"},"modified":"2018-07-05T13:35:48","modified_gmt":"2018-07-05T11:35:48","slug":"eu-copyright-reform-einigung-im-rechtsausschuss-des-eu-parlaments-erzielt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/emr-sb.de\/gb\/eu-copyright-reform-einigung-im-rechtsausschuss-des-eu-parlaments-erzielt\/","title":{"rendered":"EU-Copyright-Reform: Einigung im Rechtsausschuss des EU-Parlaments erzielt"},"content":{"rendered":"<p>Am 20. Juni 2018 hat sich der EP-Rechtsausschuss mit\u00a014 zu 9 Stimmen auf eine Position in der EU-Urheberrechtsreform geeinigt, die in gro\u00dfen Teilen auch die <a href=\"https:\/\/juliareda.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/voss.pdf\" class=\"mtli_attachment mtli_pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kompromissantr\u00e4ge<\/a> des\u00a0zust\u00e4ndigen Berichterstatters Axel Voss (EVP, DE) durchsetzt.\u00a0<\/p>\n<p>Der Einigung ist eine zweij\u00e4hrige Debatte im Parlament und auch eine langj\u00e4hrige Diskussion bis zum Start der Reform vorausgegangen. Die derzeitigen Urheberrechtsbestimmungen stammen aus dem Jahr 2001 und sind daher weitestgehend nicht (mehr) auf die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung abgestimmt. Zudem enthalten sie viele \u00d6ffnungsklauseln f\u00fcr die Mitgliedstaaten, was bislang eine grenz\u00fcberschreitende Harmonisierung, die vor allem im Bereich des Internets wichtiger denn je erscheint, nur langsam vorantreiben. Mit dem\u00a0Richtlinienvorschlag \u00fcber das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt soll nunmehr sichergestellt werden, dass K\u00fcnstler, Nachrichtenverlage, Autoren und Interpreten von der Verwertung ihrer Werke im Internet profitieren.<\/p>\n<p>Das \u00c4nderungen des EU-Parlaments am Kommissionsvorschlag zielen vor allem auf eine faire Verg\u00fctung von Urhebern ab, die bislang aufgrund der Gesch\u00e4ftsmodelle von Online- Plattformen und Nachrichten-Aggregatoren nicht ausreichend ber\u00fccksichtigt wurde.\u00a0Online-Plattformen m\u00fcssen f\u00fcr hochgeladene Inhalte demnach entweder Geb\u00fchren an Rechteinhaber zahlen oder bereits den Upload von urheberrechtlich gesch\u00fctztem Material durch Filter blockieren. Upload-Filter m\u00fcssen dabei so ausgestaltet sein, dass keine &#8220;nicht-verletzenden Werke&#8221; geblockt werden, und ein entsprechendes Beschwerdesystem muss eingerichtet werden, um die Meinungsfreiheit nicht unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig einzuschr\u00e4nken. Betroffen von dieser Regelung sind allerdings nur kommerzielle Plattformen wie beispielsweise YouTube, nicht aber auch\u00a0Online-Enzyklop\u00e4dien wie Wikipedia oder Open-Source-Software-Plattformen wie GitHub.\u00a0Der Ausschuss st\u00e4rkt au\u00dferdem die Verhandlungsrechte der Autoren und Interpreten durch eine Widerrufsm\u00f6glichkeit bei der Nichtinanspruchnahme einger\u00e4umter Lizenzen und dadurch, dass diese eine Zusatzverg\u00fctung fordern k\u00f6nnen, wenn die ursp\u00fcnglich vereinbarte Verg\u00fctung im Vergleich zu den Einnahmen aus der Verwertung des Werkes &#8220;unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig&#8221; niedrig ist.\u00a0<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Berichterstatter Voss in der Entscheidung des Ausschusses einen wichtigen und richtigen Schritt in Richtung einer Online-Welt sieht &#8220;die die Meinungsfreiheit verteidigt, die aber auch unsere auf Regeln gebaute Gesellschaftsordnung widerspiegelt&#8221;, gibt es auch zahlreiche Initiativen gegen die angedachte Regulierung in Form der Etablierung von Upload-Filtern und dem neuen Leistungsschutzrecht wie bspw. <a href=\"https:\/\/saveyourinternet.eu\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SaveYourInternet<\/a>, die darin erhebliche Gefahren f\u00fcr die Meinungsfreiheit und allgemein f\u00fcr Kommunikationsformate wie Blogs und Diskussionsforen im Internet sehen.\u00a0<\/p>\n<p>Die Entscheidung des Rechtausschusses muss in einer Plenarabstimmung des Europ\u00e4ischen Parlaments noch best\u00e4tigt werden, die f\u00fcr den 4. Juli 2018 geplant ist.<\/p>\n<p>Die Pressemitteilung und weitere Informationen sind abrufbar unter<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.europarl.europa.eu\/news\/en\/press-room\/20180618IPR06024\/copyright-meps-update-rules-for-the-digital-age\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.europarl.europa.eu\/news\/en\/press-room\/20180618IPR06024\/copyright-meps-update-rules-for-the-digital-age<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 20. Juni 2018 hat sich der EP-Rechtsausschuss mit\u00a014 zu 9 Stimmen auf eine Position in der EU-Urheberrechtsreform geeinigt, die in gro\u00dfen Teilen auch die Kompromissantr\u00e4ge des\u00a0zust\u00e4ndigen Berichterstatters Axel Voss (EVP, DE) durchsetzt.\u00a0 Der Einigung ist eine zweij\u00e4hrige Debatte im Parlament und auch eine langj\u00e4hrige Diskussion bis zum Start der Reform vorausgegangen. 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