Christina Meese, wissenschaftliche Referentin am EMR, hat in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift mediendiskurs “Rache – Vergeltung in den Medien” einen Betrag zum “Jugenmedienschutz zwischen Brüssel und Berlin” veröffentlicht.

Zwar bietet das Internet vielfältige Chancen für Information, Austausch und Teilhabe, gleichzeitig sehen sich junge Nutzerinnen und Nutzer aber auch erheblichen Risiken ausgesetzt. Die europäische Politik hat diese Problematik erkannt und arbeitet an regulatorischen Lösungen. Doch die Realität erweist sich als komplex: Ein dichtes Geflecht aus europäischen Vorgaben, nationalen Regelungen und unterschiedlichen Zuständigkeiten führt zu unübersichtlichen Strukturen, die den effektiven Jugendmedienschutz erschweren. Besonders herausfordernd ist dabei die Klärung von Verantwortlichkeiten – insbesondere dann, wenn internationale Plattformanbieter ihren Sitz im Ausland haben, ihre Angebote jedoch von einer großen Zahl Minderjähriger in Deutschland genutzt werden. Der Beitrag beleuchtet das bestehende Regelungsgeflecht sowie die gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Kinder und Jugendliche wirksam vor Online-Risiken zu schützen.

Zur Zeitschrift: Die halbjährlich erscheinende Zeitschrift mediendiskurs – hervorgegangen aus tv diskurs (1997–2022) – informiert pointiert und verständlich über aktuelle Entwicklungen im Jugendmedienschutz, in Medienwissenschaft, Medienpolitik und Medienpädagogik. Ergänzt wird das Themenspektrum durch Beiträge aus angrenzenden Disziplinen wie Psychologie, Sozialwissenschaften und Philosophie. Die halbjährlich erscheinende Publikation bietet ihre Inhalte auch online unter mediendiskurs.online an. Jedes Heft widmet sich einem Schwerpunktthema, das interdisziplinär beleuchtet wird.