Prof. Dr. Mark D. Cole, Wissenschaftlicher Direktor des EMR, wurde von der luxemburgischen Regierung in den Fachausschuss für Medienregulierungsbehörden in einer plattformbasierten Umgebung (MSI-eREG) des Europarates berufen. Der Fachausschuss setzt sich aus Vertretern von sieben Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie sechs unabhängigen Expertinnen und Experten, die jeweils über anerkannte Fachkenntnisse in den Bereichen Meinungsfreiheit, Medienpolitik und -regulierung sowie Governance digitaler Plattformen verfügen, zusammen. Auf seiner ersten Zusammenkunft am 26. und 27. März 2026 in Straßburg, betonte Roberto Olla, Leiter der Abteilung für demokratische Institutionen und Freiheiten beim Europarat, die Bedeutung der Anpassung regulatorischer Rahmenbedingungen an ein sich rasch wandelndes Informationsumfeld und ordnete die Arbeit des Ausschusses in den breiteren Kontext des Neuen Demokratischen Pakts für Europa ein. Er unterstrich, dass die Arbeit des MSI-eREG zur Stärkung der demokratischen Resilienz beiträgt, unter anderem durch die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen plattformbasierter Kommunikationsumgebungen auf die Meinungsfreiheit, den Medienpluralismus und eine informierte öffentliche Debatte.
Der Ausschuss nahm seine Beratungen auf Grundlage einer vom Institut für Informationsrecht der Universität Amsterdam (IVIR) durchgeführten Studie auf, die der Ausarbeitung von Leitlinien zur Medienregulierung in plattformbasierten Umgebungen dienen soll. Ziel ist es, politische Entscheidungsträger bei der Anpassung rechtlicher Rahmenbedingungen an die dynamische digitale Umgebung zu unterstützen.